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Geldmarktsatz EONIA, Definition und
Ermittlung
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Die Abkürzung EONIA kommt vom englischen „Euro Overnight Index
Average“. EONIA ist ein Geldmarktsatz (bzw. Referenzzinssatz), mit
der WKN 965994 und ISIN EU0009659945, der am 4. Januar 1999 von der
Europäischen Zentralbank (EZB) eingeführt wurde und seitdem täglich
von ihr ermittelt und bekannt gegeben wird. Der EONIA gibt den
effektiven Tagesgeldzinssatz für den Euro an, wobei er als ein
gewichteter Mittelwert der Zinssätze für Tagesgelder ermittelt wird.
Zur Berechnung von EONIA dienen die Daten einer repräsentativen
Gruppe Großbanken, Panelbanken genannt, die ihren Hauptsitz oder
eine Niederlassung auf dem Gebiet der EWU (Europäischen
Währungsunion) haben. Jede dieser Banken übermittelt der
Europäischen Zentralbank täglich ihre Daten über das gesamte Volumen
sowie über den durchschnittlichen Zinssatz des von ihr bis 18:00 Uhr
für einen Tag (über Nacht) an anderen Banken in Euro verliehenen
Geldes. Fest vorgeschriebener Zeitpunkt für die Übermittlung der
Daten ist 18:30 Uhr (Brüsseler Zeit).
Auf der Basis dieser von den Panel-Banken übermittelten Umsatzdaten
berechnet die Europäische Zentralbank den aktuellen effektiven
umsatzgewichteten Tagesgeldzinssatz im gesamten Interbanken-Geschäft
für den abgelaufenen Tag und publiziert ihn schließlich täglich
zwischen 18:45 Uhr und 19:00 Uhr. Bis zum 31. August 2007 wurde der
EONIA mit zwei Nachkommastellen, seit dem 3. September 2007 wird er
mit drei Nachkommastellen publiziert. |
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